Oktober 2018

Gewöhnlicher Fransenenzian (Gentianella ciliata)

Wie ich diesen Enzian das erste Mal auf der Hohen Lieth sah, wollte ich meinen Augen nicht trauen. Aber keine Halluzination, kein Gartenabfall. Der wächst hier wirklich schon seit ewigen Zeiten. Der Massenkalk machts möglich. Er fühlt sich auf unseren Kalkmagerrasen sehr wohl. Seinen Namen hat der Fransenenzian von den feinen Fransen am Rand der Blütenblätter bekommen.

 

Blütezeit: August bis Oktober
Höhe: 7 bis 30 cm

September 2018

Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris)

Das Taubenkropf-Leimkraut gehört zu den Nelkengewächsen, welche „ Rund um Suttrop“ mit etlichen anderen Familienmitgliedern vertreten sind. Das Wort Silene hat seinen Ursprung bei Silen, einem in der griechischen und römischen Mythologie vorkommenden dickbäuchigen und kahlköpfigen Begleiter des Weingottes Dionysos bzw. Bacchus. Sachen gibt´s?

 

Blütezeit: Mai bis September
Höhe: 30 bis 60 cm

August 2018

Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Gemeine Stiftschwebfliege (Spaerophoria scripta)

Ist das wohl am besten untersuchte Heilkraut unserer Zeit. Die roten öligen Auszüge (Rotöl) helfen bei Verbrennungen und Schmerzen der Muskeln. Wendet man das Kraut innerlich an, ist es stimmungsaufhellend. Hält man die Blätter gegen das Licht, kann man die im lateinischen Namen enthaltene Perforation erkennen. Dieses sind aber keine Durchstiche, sondern die durchscheinenden wirkstoffhaltigen Öldrüsen.

 

Blütezeit: Juli bis August
Höhe: 30 bis 60 cm

Die Gemeine Stift- oder Langbauchschwebfliege ernährt sich von Pollen und Nektar.

Juli 2018

Gewöhnlicher Wasserdost (Eupatorium cannabium)
Tagpfauenauge (Inachis io)

Diese Pflanze, welche im Volksmund auch Kunigundenkraut genannt, gehört zu den Korbblütengewächsen. Auf Grund ihrer Blütenfarbe und ihres Duftes ist sie eine typische Schmetterlingsblume. In der Volksheilkunde wurde sie früher als Heilkraut verwendet. Heute jedoch weiß man, dass sie leberschädigend, krebsauslösend und somit giftig ist. Der zweite lateinische Namensteil kommt von der Ähnlichkeit seiner Blätter mit denen des Hanf.

 

Blütezeit: Juli bis September
Höhe: 50 bis 150 cm

Das unverwechselbare Tagpfauenauge mit seinen großen Augenflecken lässt sich den wohl schmackhaften Nektar munden.

Juni 2018

Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris)
Grüner Scheinbockkäfer (Oedemera nobilis)

Die grüne Staude dieser Pflanze ist giftig. Das Hahnenfußheu dagegen schadet unserem Vieh nicht, da der im Hahnenfuß enthaltene Wirkstoff Ranunculin sich bei Verletzung (Mähen) der Pflanze in den giftigen Stoff Protoanemonin umwandelt. Beim Trocknen wandelt sich dieser wiederum in das ungiftige Anemonin um.

 

Blütezeit: Mai bis September
Höhe: 30 bis 100 cm

In der Blüte hat sich ein Männchen des Grünen Scheinbockkäfers wahrscheinlich zum Frühstück niedergelassen.

Mai 2018

(Geflecktes) Knabenkraut (Dactylorhiza {maculata})

Nicht nur bei den Orchideen aus der Gattung Knabenkraut gibt es große Probleme die Bestimmung anhand von Literatur durchzuführen. Das liegt daran, dass diese Gruppe sehr zu Mutationen neigt. Um die Ursprungspflanze zu bestimmen, ist hierbei in den meisten Fällen eine genetische Untersuchung erforderlich. Knabenkräuter variieren ebenfalls in der Blütenfarbe, welche bei uns von Violett bis reinweiß zu finden ist. Der Namensteil „Geflecktes“ hat nichts mit den Flecken auf den Blättern zu tun, sondern bezieht sich auf das Aussehen der Blüten.

 

Blütezeit: Mai bis August
Höhe: 10 bis 60 cm

April 2018

Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)

Das Echte Lungenkraut gehört mit zu den ältesten Heilpflanzen. Auch dieses schleimhaltige Kraut wurde in der Volksmedizin wegen seiner reizmildernden Wirkung bei Husten und Katarrhen verwendet. Seinen Namen hat es auf Grund der Signaturenlehre von den gefleckten Blättern, welche an Lungengewebe erinnern, bekommen. Die Blütenfarbe wechselt mit dem Alter der jeweiligen Blüte. Junge Blüten öffnen sich rot und enden in blauen Farbtönen.

 

Blütezeit: März bis Mai
Höhe: 10 bis 40 cm

März 2018

Wald-Gelbstern (Gagea lutea)

Die Blütezeit für diese kleine Lilie muss man in unserer Gegend eindeutig auf die Monate März bis April setzen. Wer hier zu spät kommt, der wird kein einziges blühendes Exemplar Ende April mehr finden. Sobald das Laub der Bäume austreibt, zieht die Pflanze ihre oberirdischen Organe komplett ein. Er gehört zu den typischen Frühblühern im Lörmecketal.

 

Blütezeit: April bis Mai
Höhe: 10 bis 30 cm

Februar 2018

Huflattich (Tussilago farfara)

Diese Frühlingsblume treibt zuallererst nur den Blütenstengel und kommt zur Blüte. Später, wenn die Pflanze verblüht ist, treiben die großen Blätter aus. Das rechte Foto zeigt die im Volksmund so genannte Pusteblume des Huflattich. Im Morgennebel ist an den Härchen der einzelnen Flugsamen (wie beim Löwenzahn) der Nebel kondensiert und bildet somit eine wunderschöne Phantasieblüte. Der Huflattich ist ebenfalls wie viele Blumen rund um Suttrop, eine sehr alte Heilpflanze. Ihre Schleimstoffe wirken sehr gut gegen Husten und Heiserkeit. Diese Blume ist bereits schon im Februar bei entsprechend milden Wintern blühend anzutreffen.

 

Blütezeit: März bis April
Höhe: 7 bis 30 cm

Januar 2018

Hecken-Rose (Rosa corymbifera)

Als Hagebutten werden die Früchte vieler Rosenarten bezeichnet. Diese, die Früchte der Heckenrose, wurden vom kalten feuchten Januarwind mit einer Eisschicht überzogen. Der Namensteil Hag, ein von Hecken umzäuntes Gelände, weist darauf hin, dass diese Rose häufig in Hecken vorkommt. Der Wortteil Butte entspringt dem süddeutschen Laut Butz welcher Verdickung bedeutet.

 

Blütezeit: Juni
Höhe: 100 bis 300 cm