Dezember 2019

Kreuz In der Delle

Das Kreuz steht am westlichen Ende der Straße „In der Delle“, eingerahmt von zwei Ahornbäumen. Wann und von Wem das Kreuz aufgestellt wurde, ist nicht bekannt. Im Jahr 1938 stand es schon am Friedhof der LWL-Klinik. Bis heute wird es als „Leo-Kreuz“ bezeichnet. Der Ursprung des Namens geht auf das Andenken an Albert Leo Schlageter zurück und war damit – wie viele andere Denkmäler – ein Ausdruck des Schlageter-Kultes, der im 3. Reich von der nationalsozialistischen Propaganda verbreitet wurde. Nach dem Krieg veranlasste ein Vikar, das Kreuz an den heutigen Standort zu versetzen. Das muss nach 1948 gewesen sein, da in einem Film von Willy Bültmann aus diesem Jahr ist noch kein Kreuz zu sehen.

Foto: X. + B. Stallmeister

November 2019

Kreuz der Familie Schledde / heute Ludwig an der
Nuttlarer Straße

Das Kreuz steht auf der westlichen Straßenseite der Nuttlarer Straße, am Weg zur Liet. Errichtet wurde es etwa im Jahr 1850 von Ferdinand Schledde, genannt Krick, und seiner Ehefrau Gertrudis, geborene Mengeringhausen. Die Familie Schledde wohnte an der Nuttlarer Str. 22 (früher Hausnummer 2). Anlass der Errichtung war eine schwere Krankheit von Gertrudis Schledde. Das Ehepaar versprach, ein Feldkreuz zu stiften, wenn sie wieder gesund würde. Die Urenkelin der beiden, Maria Ludwig, geborene Schledde, hat das Kreuz mehrmals, zuletzt 2013, restaurieren lassen. Nach dem Maria Ludwig im Alter von 100 Jahren gestorben ist, übernahm der Heimatverein Suttrop die Pflege des Feldkreuzes.

Foto: X. + B. Stallmeister

Oktober 2019

Kreuz der Familie Bracht vorm Stein an der Kallenhardter Straße

Das Kreuz steht vorm Stein an der Kallenhardter Straße, außerhalb des Ortes, auf der nördlichen Straßenseite. Die Eheleute Anton und Bernhardine Lenze stellten das Kreuz als Sühnekreuz für das „unmoralische Vergehen“ ihrer Tochter Maria „Clara“ Lenze ungefähr im Jahr 1890 auf. Sie hatte ein uneheliches Kind, Anton Lenze, bekommen. Weil sie sich ihres Neffen Anton angenommen hatte, erbte Elisabeth Bracht das Haus und die Ländereien ihrer Eltern – und damit auch die Verantwortung für das Kreuz.

Foto: X. + B. Stallmeister

September 2019

Missionskreuz an der Suttroper Kirche

Der Anlass zur Errichtung des Kreuzes war eine sogenannte Volksmission. Diese Missionen fanden in der Vergangenheit etwa alle zehn Jahre in den Gemeinden statt und sollten den Glauben vertiefen und erneuern. Bis zu einer Kirchenrenovierung in den späten 1950er Jahren stand das Missionskreuz links neben dem Mitteleingang der Suttroper St. Johannes-Kirche. Viele Jahre lagerte es in einer Feldscheune von Kuno Bültmann. 1983 wurde es vom Kirchenvorstandsmitglied Franz Weber („Berres“) geborgen, vom Schreiner Alois Jütte („Knötchen“) restauriert und an der Ostseite der Sakristei wieder aufgestellt, wo es der damalige Gemeindepfarrer Dr. Gert Schneider erneut weihte. Im Sommer 2006 hängte die Familie Beule aus Suttrop einen in ihrem Haus vorhandenen Holzkorpus an das Kreuz. Unbekannte zerstörten diesen jedoch am 31.10.2006. Die einzelnen Teile wurden zunächst vor den Zelebrationsaltar gelegt, später ließ Vikar Mathuscheck die einzelnen Teile an einer Wand im Eingangsbereich des Jugendheims anbringen. Der Original-Korpus liegt heute im Kirchenkeller.

Foto: A. Knülle

August 2019

Kreuz der Familie Weber am Oberhagen

Das Kreuz steht am Suttroper Weg südlich des Oberhagens, Es wurde von Johannes Weber, genannt Berres, am 7. Juni 1935 aufgestellt und vom Suttroper Pfarrer Kuno Mues am 4. Juli desselben Jahres eingeweiht. Johannes Weber errichtete das Kreuz aus Dankbarkeit, weil er einen Unfall heil überstanden hatte. Die Familie Weber pflegt das Kreuz bis heute: Lange Zeit waren es Thea und Franz Weber, der Sohn von Johannes Weber – heute sind es der Enkel Hans-Martin und seine Frau Beate.

Foto: X. + B. Stallmeister

Juli 2019

Steinkreuz Friedhof

Im September 1969 pachtete die Gemeinde Suttrop den Friedhof von der Kirchengemeinde. Die Gemeindeverwaltung war es dann auch, die am 18. November 1974 das Steinkreuz errichtete. Das neuere Steinkreuz verbindet den alten mit dem neuen Teil des Friedhofes, gefertigt hat es Edmund Brockmann aus Geseke.

Foto: X. + B. Stallmeister

Juni 2019

Holzkreuz Friedhof

Am nördlichen Rand des Suttroper Friedhofs an der Kallenhardter Straße steht dieses Hochkreuz aus Holz auf einem gemauerten Sockel. Bis 1900 wurden die Toten in Suttrop rund um die Johanneskirche beerdigt. 1939 stand eine Erneuerung dieses Hochkreuzes an, durch den zweiten Weltkrieg kam es dazu aber nicht mehr. Nach dem Krieg wurde das Kreuz noch zweimal restauriert, im Jahr 2004 dann schließlich vollständig erneuert. Rechts neben dem Holzkreuz liegen die Gräber der ehemaligen Gemeindepfarrer Kuno Mues und Wilhelm Schlinkert.

Foto: X. + B. Stallmeister

Mai 2019

Kreuz der Familie Beule am Soestweg

Das Kreuz steht am Soestweg im ehemaligen Garten der Familie Beule, der heute zum Gelände der Suttroper Schule gehört. Die Eheleute Maria und Wilhelm Beule errichteten das Kreuz im Kriegsjahr 1942, unterstützt von ihrem Sohn Josef, der 1937 zum Priester geweiht wurde und später als Pastor in Hünsborn im Siegerland lebte. Das Ehepaar Beule sorgte sich um seinen Sohn Theo sowie um die Schwiegersöhne Edmund Knülle und Anton Müller. Diese waren als Soldaten im zweiten Weltkrieg. Alle drei Männer kamen gesund aus dem Krieg zurück.

Foto: X. + B. Stallmeister

April 2019

Kreuz an der Bohnenburg

Das Kreuz an der Bohnenburg ist aus Holz mit einem Dach und einer Rückwand. Der Korpus ist dem am Möhnebrückenkreuz in Belecke nachgebildet. Auffällig ist das kleine vergitterte Heiligenhäuschen am Fuß des Kreuzes. Darin befindet sich eine Marienfigur. Wie eine Holztafel unten rechts am Kreuz besagt, stiftete die Familie Rudolf Henneböhl aus Belecke das Kreuz, und die Familie A. Mengeringhausen von der Bohnenburg stellte es am 12.9.1986 auf.

Foto: X. + B. Stallmeister

März 2019

Kapelle Stillenberg

Das Kreuz steht einige Meter westlich der Kapelle auf dem höchsten Punkt des Stillenbergs und schließt zusammen mit der Kapelle den Kreuzweg ab. Es wurde um 1890 von einer kinderlosen Suttroper Familie gestiftet, die „Im Süden Nr. 9“ wohnte, dessen Namen bisher nicht ermittelt werden konnte. Warum die Familie das Kreuz gestiftet hat, ist ebenfalls nicht bekannt. Das Kreuz ist aus Rüthener Sandstein und steht auf einem massiven Steinblock, der seinerseits auf einem treppenartigen Sockel ruht. Auch der Korpus ist aus Stein. An dem Sandsteinblock war ursprünglich eine Tafel mit einer Inschrift angebracht, die jedoch schon 1948 nicht mehr vorhanden war. Heute kümmert sich der Förderkreis der St. Johannes-Gemeinde um das Kreuz, wie auch um den gesamten Kreuzweg und die Stillenberg-Kapelle.

Foto: A. Knülle