April 2020

Singdrossel

Diese Drossel ist etwas kleiner als eine Amsel und nistet hauptsächlich in Büschen und Hecken. Man kann sie in allen Bereichen Suttrops finden. Die meisten findet man aber am Waldrand. Ein besonders guter Ort, um Drosseln aller Art zu beobachten ist der Bereich zwischen Oberhagen und Hundeplatz mit den umliegenden Wiesen. Die Vögel Brüten in den ersten Bäumen des Waldes und kommen besonders in den Abendstunden in großer Zahl zum Fressen auf die Wiesen. Für die Singdrossel charakteristisch ist ihr Gesang, der aus kurzen, melodiösen Motiven besteht, die meist dreimal kurz hintereinander wiederholt werden. Wie alle Drosseln ist sie ein Teilzieher und schließt sich im Herbst mit anderen Drosseln zu größeren Schwärmen zusammen.

Foto: Olaf Hohlfeld

März 2020

Heckenbraunelle

Die Heckenbraunelle ist ein sehr unauffälliger Vogel, den ungeübte Beobachter leicht mit Sperlingen verwechseln. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist ihr sehr schlanker und spitzer Schnabel. Die schöne graue Zeichnung an Kopf und Brust sieht man nur bei gutem Licht, was nicht immer einfach ist, bevorzugt sie doch die unteren Bereiche in Gebüschen und Dickungen. Dort ist sie in vielen Suttroper Gärten zu finden. An der winterlichen Vogelfütterung erscheint sie meist erst, wenn die anderen Vögel abgeflogen sind und pickt dann am Boden die Überreste der anderen auf. Besonders schön ist ihr feiner Gesang im April und Mai den sie meist von der Spitze kleiner Nadelbäume erklingen lässt.

Foto: Olaf Hohlfeld

Februar 2020

Sumpfmeise

Hier ist eine Sumpfmeise zu sehen. In der wärmeren Jahreszeit lebt sie in unseren Laubwäldern. In etwas feuchteren Bereichen z. B. im Erlenbruch am Hainsiepen nordöstlich der Bohnenburg kommt auch die Weidenmeise vor, die der Sumpfmeise so ähnlich sieht, dass selbst der Experte Schwierigkeiten hat, sie am Federkleid zu unterscheiden. Im Winter kommen einzelne Sumpfmeisen oft innerhalb von Meisenschwärmen an Futterhäuser. Sie lebt monogam, und die Partner trennen sich selten. Daher sieht man am Vogelhaus in der Regel 2 dieser zierlichen Vögel.

Foto: Olaf Hohlfeld

Januar 2020

Kernbeißer

Kernbeißer sind unsere größten Finken. Sie fühlen sich in unseren Laubwäldern wohl und sitzen dort meist in den Baumkronen. Besonders gerne fressen sie die Samen der Hainbuche aber auch Kirschen. Im Juni kann man sie daher oft in Kirschbäumen entdecken, wo sie sich nicht für das Fruchtfleisch, sondern den Inhalt der Kerne interessieren. Diese knacken sie mit ihrem bemerkenswert kräftigen Schnabel. Ende Januar findet sich regelmäßig eine größere Anzahl von Kernbeißern im Oberhagen ein. Dort kann man ihr Zirpen dann gut von der Straße aus hören. Auf dem Bild ist zu sehen, das es auch unter Vögeln Futterneid gibt. Nur dadurch sind für Bruchteile von Sekunden die Details ihres schönen Gefieders zu sehen.

Foto: Olaf Hohlfeld

Dezember 2018

Echter Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis)

„Das kann ja jeder sagen“. Aber er ist es wirklich. Nur eben weit nach seiner Blütezeit, vertrocknet und mit einem Eismantel versehen. Daher das Bild für den Monat Dezember. Der Echte Arznei-Baldrian ist ein altes Heilkraut. Die in den Wurzeln enthaltenen Wirkstoffe helfen in Wurzelauszügen bei Einschlafstörungen und Nervösität. Wenn man die Wurzeln trocknet entsteht ein schweißfussähnlicher Geruch, welcher dem Geruch rolliger Katzen ähnelt. Das macht dann den Katern der Umgebung schwer zu schaffen.

 

Blütezeit: Mai bis August
Höhe: 40 bis 100 cm

November 2018

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
Gebänderter Pinselkäfer (Trichius fasciatus)

Die Wiesen-Flockenblume findet man in unserer Gegend recht häufig. Sie benötigt Lehmboden mit mäßigem Stickstoffgehalt. Meistens werden die Körbchen von Bienen und Faltern besucht. Sie verschwindet, wenn zu stark gedüngt wird.

 

Blütezeit: Juni bis November
Höhe: 20 bis 150 cm

Den Pinselkäfer findet man häufig auf Waldwiesen und Lichtungen. Mit seiner Behaarung und dem Fleckenmuster ahmt er Hummeln nach um sich so vor Fressfeinden zu schützen.

Oktober 2018

Gewöhnlicher Fransenenzian (Gentianella ciliata)

Wie ich diesen Enzian das erste Mal auf der Hohen Lieth sah, wollte ich meinen Augen nicht trauen. Aber keine Halluzination, kein Gartenabfall. Der wächst hier wirklich schon seit ewigen Zeiten. Der Massenkalk machts möglich. Er fühlt sich auf unseren Kalkmagerrasen sehr wohl. Seinen Namen hat der Fransenenzian von den feinen Fransen am Rand der Blütenblätter bekommen.

 

Blütezeit: August bis Oktober
Höhe: 7 bis 30 cm

September 2018

Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris)

Das Taubenkropf-Leimkraut gehört zu den Nelkengewächsen, welche „ Rund um Suttrop“ mit etlichen anderen Familienmitgliedern vertreten sind. Das Wort Silene hat seinen Ursprung bei Silen, einem in der griechischen und römischen Mythologie vorkommenden dickbäuchigen und kahlköpfigen Begleiter des Weingottes Dionysos bzw. Bacchus. Sachen gibt´s?

 

Blütezeit: Mai bis September
Höhe: 30 bis 60 cm

August 2018

Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Gemeine Stiftschwebfliege (Spaerophoria scripta)

Ist das wohl am besten untersuchte Heilkraut unserer Zeit. Die roten öligen Auszüge (Rotöl) helfen bei Verbrennungen und Schmerzen der Muskeln. Wendet man das Kraut innerlich an, ist es stimmungsaufhellend. Hält man die Blätter gegen das Licht, kann man die im lateinischen Namen enthaltene Perforation erkennen. Dieses sind aber keine Durchstiche, sondern die durchscheinenden wirkstoffhaltigen Öldrüsen.

 

Blütezeit: Juli bis August
Höhe: 30 bis 60 cm

Die Gemeine Stift- oder Langbauchschwebfliege ernährt sich von Pollen und Nektar.

Juli 2018

Gewöhnlicher Wasserdost (Eupatorium cannabium)
Tagpfauenauge (Inachis io)

Diese Pflanze, welche im Volksmund auch Kunigundenkraut genannt, gehört zu den Korbblütengewächsen. Auf Grund ihrer Blütenfarbe und ihres Duftes ist sie eine typische Schmetterlingsblume. In der Volksheilkunde wurde sie früher als Heilkraut verwendet. Heute jedoch weiß man, dass sie leberschädigend, krebsauslösend und somit giftig ist. Der zweite lateinische Namensteil kommt von der Ähnlichkeit seiner Blätter mit denen des Hanf.

 

Blütezeit: Juli bis September
Höhe: 50 bis 150 cm

Das unverwechselbare Tagpfauenauge mit seinen großen Augenflecken lässt sich den wohl schmackhaften Nektar munden.