April 2019

Kreuz an der Bohnenburg

Das Kreuz an der Bohnenburg ist aus Holz mit einem Dach und einer Rückwand. Der Korpus ist dem am Möhnebrückenkreuz in Belecke nachgebildet. Auffällig ist das kleine vergitterte Heiligenhäuschen am Fuß des Kreuzes. Darin befindet sich eine Marienfigur. Wie eine Holztafel unten rechts am Kreuz besagt, stiftete die Familie Rudolf Henneböhl aus Belecke das Kreuz, und die Familie A. Mengeringhausen von der Bohnenburg stellte es am 12.9.1986 auf.

Foto: X. + B. Stallmeister

März 2019

Kapelle Stillenberg

Das Kreuz steht einige Meter westlich der Kapelle auf dem höchsten Punkt des Stillenbergs und schließt zusammen mit der Kapelle den Kreuzweg ab. Es wurde um 1890 von einer kinderlosen Suttroper Familie gestiftet, die „Im Süden Nr. 9“ wohnte, dessen Namen bisher nicht ermittelt werden konnte. Warum die Familie das Kreuz gestiftet hat, ist ebenfalls nicht bekannt. Das Kreuz ist aus Rüthener Sandstein und steht auf einem massiven Steinblock, der seinerseits auf einem treppenartigen Sockel ruht. Auch der Korpus ist aus Stein. An dem Sandsteinblock war ursprünglich eine Tafel mit einer Inschrift angebracht, die jedoch schon 1948 nicht mehr vorhanden war. Heute kümmert sich der Förderkreis der St. Johannes-Gemeinde um das Kreuz, wie auch um den gesamten Kreuzweg und die Stillenberg-Kapelle.

Foto: A. Knülle

Februar 2019

Kreuz der Familie Bültmann / heute Kneer am Mühlweg

Das Kreuz steht auf dem heutigen Hof Kneer, am Mühlweg (früher Nordring, allgemein auch „Sträßchen“ genannt). Ursprünglich stand das Kreuz einige Meter entfernt vom heutigen Platz, wurde aber später versetzt, weil die Einfahrt zum Hof umgestaltet werden musste. Vermutlich um 1900 hat der Bauer Schulte-Bömer das Kreuz aus unbekanntem Grund aufgestellt. Ihm gehörte früher der heutige Hof Kneer. Der Bauer Schulte-Bömer verpachtete seinen Hof an die Eheleute Sofia und Franz Bültmann, genannt Jostes, die das Anwesen dann 1929 kauften. Mit dem Hof wechselte auch das Kreuz die Besitzer. Erbin von Franz und Sofia war die Tochter Anni, die den Landwirt Josef Kneer heiratete. Anni Kneer kümmert sich bis heute um das Kreuz.

Foto: X. + B. Stallmeister

Januar 2019

Kreuz vor dem Stillenberg am Mühlweg

Der Standort des Kreuzes steht an der Gabelung am Mühlweg: rechts geht es hinauf zum Stillenberg und zur Siedlung „In der Delle“, links führt der Mühlweg weiter zur LWL-Klinik und markiert den Beginn des
Kreuzweges hinauf zur Stillenberg-Kapelle. Um 1890 stellte das Ehepaar Albers das Kreuz auf, welches damit jünger ist als die Kreuzwegstationen von 1858. Herr Albers war Schuhmacher in Suttrop. Das Ehepaar wohnte in dem Haus an der Kreisstraße, das heute die Nummer 107 hat. Weil die Ehe
kinderlos blieb, übernahm später ein Herr Simon die Werkstatt. Seit seiner Gründung 1988 kümmert sich der Förderkreis der St. Johannes-Kirche
darum, das Kreuz instand zu halten.

Foto: X. + B. Stallmeister

Dezember 2018

Echter Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis)

„Das kann ja jeder sagen“. Aber er ist es wirklich. Nur eben weit nach seiner Blütezeit, vertrocknet und mit einem Eismantel versehen. Daher das Bild für den Monat Dezember. Der Echte Arznei-Baldrian ist ein altes Heilkraut. Die in den Wurzeln enthaltenen Wirkstoffe helfen in Wurzelauszügen bei Einschlafstörungen und Nervösität. Wenn man die Wurzeln trocknet entsteht ein schweißfussähnlicher Geruch, welcher dem Geruch rolliger Katzen ähnelt. Das macht dann den Katern der Umgebung schwer zu schaffen.

 

Blütezeit: Mai bis August
Höhe: 40 bis 100 cm

November 2018

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
Gebänderter Pinselkäfer (Trichius fasciatus)

Die Wiesen-Flockenblume findet man in unserer Gegend recht häufig. Sie benötigt Lehmboden mit mäßigem Stickstoffgehalt. Meistens werden die Körbchen von Bienen und Faltern besucht. Sie verschwindet, wenn zu stark gedüngt wird.

 

Blütezeit: Juni bis November
Höhe: 20 bis 150 cm

Den Pinselkäfer findet man häufig auf Waldwiesen und Lichtungen. Mit seiner Behaarung und dem Fleckenmuster ahmt er Hummeln nach um sich so vor Fressfeinden zu schützen.

Oktober 2018

Gewöhnlicher Fransenenzian (Gentianella ciliata)

Wie ich diesen Enzian das erste Mal auf der Hohen Lieth sah, wollte ich meinen Augen nicht trauen. Aber keine Halluzination, kein Gartenabfall. Der wächst hier wirklich schon seit ewigen Zeiten. Der Massenkalk machts möglich. Er fühlt sich auf unseren Kalkmagerrasen sehr wohl. Seinen Namen hat der Fransenenzian von den feinen Fransen am Rand der Blütenblätter bekommen.

 

Blütezeit: August bis Oktober
Höhe: 7 bis 30 cm

September 2018

Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris)

Das Taubenkropf-Leimkraut gehört zu den Nelkengewächsen, welche „ Rund um Suttrop“ mit etlichen anderen Familienmitgliedern vertreten sind. Das Wort Silene hat seinen Ursprung bei Silen, einem in der griechischen und römischen Mythologie vorkommenden dickbäuchigen und kahlköpfigen Begleiter des Weingottes Dionysos bzw. Bacchus. Sachen gibt´s?

 

Blütezeit: Mai bis September
Höhe: 30 bis 60 cm

August 2018

Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Gemeine Stiftschwebfliege (Spaerophoria scripta)

Ist das wohl am besten untersuchte Heilkraut unserer Zeit. Die roten öligen Auszüge (Rotöl) helfen bei Verbrennungen und Schmerzen der Muskeln. Wendet man das Kraut innerlich an, ist es stimmungsaufhellend. Hält man die Blätter gegen das Licht, kann man die im lateinischen Namen enthaltene Perforation erkennen. Dieses sind aber keine Durchstiche, sondern die durchscheinenden wirkstoffhaltigen Öldrüsen.

 

Blütezeit: Juli bis August
Höhe: 30 bis 60 cm

Die Gemeine Stift- oder Langbauchschwebfliege ernährt sich von Pollen und Nektar.

Juli 2018

Gewöhnlicher Wasserdost (Eupatorium cannabium)
Tagpfauenauge (Inachis io)

Diese Pflanze, welche im Volksmund auch Kunigundenkraut genannt, gehört zu den Korbblütengewächsen. Auf Grund ihrer Blütenfarbe und ihres Duftes ist sie eine typische Schmetterlingsblume. In der Volksheilkunde wurde sie früher als Heilkraut verwendet. Heute jedoch weiß man, dass sie leberschädigend, krebsauslösend und somit giftig ist. Der zweite lateinische Namensteil kommt von der Ähnlichkeit seiner Blätter mit denen des Hanf.

 

Blütezeit: Juli bis September
Höhe: 50 bis 150 cm

Das unverwechselbare Tagpfauenauge mit seinen großen Augenflecken lässt sich den wohl schmackhaften Nektar munden.