Juli 2020

Feldlerche

Feldlerchen brüten auf Feldern, Weiden und Brachflächen. In Suttrop kann man sie von März bis Oktober im Born und auf den Äckern um den Stillenberg beobachten. Dort brüten sie am Boden in der Ackervegetation. Wegen ihrer guten Tarnung wird man sie am Boden aber selten sehen. Manchmal hat man bei noch niedriger Vegetation das Glück, sie in einer Fahrspur zu entdecken. Während die meisten Vögel von einer Warte aus singen, ist für die Feldlerche ihr Singflug charakteristisch. Wenn man ein wenig wartet, fällt sie nach einiger Zeit mit weit ausgebreiteten Flügeln langsam vom Himmel. Die Feldlerche ist einer der von der modernen Landwirtschaft besonders bedrängten Wiesenvögel. Umso schöner ist es, dass in den letzten Jahren immer 4 bis 5 Brutpaare rund um Suttrop zu finden waren.

Foto: Olaf Hohlfeld

Juni 2020

Feldsperling

Der Feldsperling ist etwas kleiner und zierlicher als Haussperlinge. Er ist gut am schwarzen Fleck auf der fast weißen Ohrendecke zu erkennen und im Gegensatz zum Haussperling sind beim Feldsperling beide Geschlechter gleich gefärbt. Sie brüten bei uns in Baumhöhlen, weil sie sich bei den sonst bevorzugten Nistplätzen an Häuser nicht gegen den stärkeren Haussperling behaupten können. Umso wichtiger ist es in Deutschland, alte Streuobstwiesen zu erhalten, da alte Obstbäume optimale Brutmöglichkeiten bieten. Das Foto entstand an einem umgefallenen und toten Apfelbaum auf dem Hühnerknäppchen. Dort findet sich jedes Jahr eine Kolonie von ca. 10 Brutpaare ein. Auch wenn Sperlinge hauptsächlich Körner fressen, benötigen sie zur Aufzucht ihrer Jungen Insekten und deren Larven, was man auf dem Foto schön sieht.

Foto: Olaf Hohlfeld

Mai 2020

Rauchschwalbe

Schwalben erbeuten Insekten ausschließlich in der Luft. Rauchschwalben besitzen einen stark gegabelten Schwanz und lange Schwanzspieße. Nur bei optimaler Beleuchtung ist der metallische Glanz ihres Gefieders und die rote Brust zu erkennen. Dank zahlreicher Kuh- und Pferdeställe mit Misten ist die Schwalbenwelt in Suttrop noch „in Ordnung“. Sie sind entgegen des Deutschlandtrends in recht großer Zahl zu finden und einige Paare können durch das ausreichende Insektenangebot auch an stallfernen Häusern ihre kunstvollen Nester bauen. Die Rückseite von Bültmanns großem Saal eignet sich sehr gut zur Beobachtung, da dort neben der Rauschwalbe auch die etwas kleinere Mehlschwalbe und sogar die größeren und fast schwarzen Mauersegler brüten.

Foto: Olaf Hohlfeld

April 2020

Singdrossel

Diese Drossel ist etwas kleiner als eine Amsel und nistet hauptsächlich in Büschen und Hecken. Man kann sie in allen Bereichen Suttrops finden. Die meisten findet man aber am Waldrand. Ein besonders guter Ort, um Drosseln aller Art zu beobachten ist der Bereich zwischen Oberhagen und Hundeplatz mit den umliegenden Wiesen. Die Vögel Brüten in den ersten Bäumen des Waldes und kommen besonders in den Abendstunden in großer Zahl zum Fressen auf die Wiesen. Für die Singdrossel charakteristisch ist ihr Gesang, der aus kurzen, melodiösen Motiven besteht, die meist dreimal kurz hintereinander wiederholt werden. Wie alle Drosseln ist sie ein Teilzieher und schließt sich im Herbst mit anderen Drosseln zu größeren Schwärmen zusammen.

Foto: Olaf Hohlfeld

März 2020

Heckenbraunelle

Die Heckenbraunelle ist ein sehr unauffälliger Vogel, den ungeübte Beobachter leicht mit Sperlingen verwechseln. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist ihr sehr schlanker und spitzer Schnabel. Die schöne graue Zeichnung an Kopf und Brust sieht man nur bei gutem Licht, was nicht immer einfach ist, bevorzugt sie doch die unteren Bereiche in Gebüschen und Dickungen. Dort ist sie in vielen Suttroper Gärten zu finden. An der winterlichen Vogelfütterung erscheint sie meist erst, wenn die anderen Vögel abgeflogen sind und pickt dann am Boden die Überreste der anderen auf. Besonders schön ist ihr feiner Gesang im April und Mai den sie meist von der Spitze kleiner Nadelbäume erklingen lässt.

Foto: Olaf Hohlfeld

Februar 2020

Sumpfmeise

Hier ist eine Sumpfmeise zu sehen. In der wärmeren Jahreszeit lebt sie in unseren Laubwäldern. In etwas feuchteren Bereichen z. B. im Erlenbruch am Hainsiepen nordöstlich der Bohnenburg kommt auch die Weidenmeise vor, die der Sumpfmeise so ähnlich sieht, dass selbst der Experte Schwierigkeiten hat, sie am Federkleid zu unterscheiden. Im Winter kommen einzelne Sumpfmeisen oft innerhalb von Meisenschwärmen an Futterhäuser. Sie lebt monogam, und die Partner trennen sich selten. Daher sieht man am Vogelhaus in der Regel 2 dieser zierlichen Vögel.

Foto: Olaf Hohlfeld

Januar 2020

Kernbeißer

Kernbeißer sind unsere größten Finken. Sie fühlen sich in unseren Laubwäldern wohl und sitzen dort meist in den Baumkronen. Besonders gerne fressen sie die Samen der Hainbuche aber auch Kirschen. Im Juni kann man sie daher oft in Kirschbäumen entdecken, wo sie sich nicht für das Fruchtfleisch, sondern den Inhalt der Kerne interessieren. Diese knacken sie mit ihrem bemerkenswert kräftigen Schnabel. Ende Januar findet sich regelmäßig eine größere Anzahl von Kernbeißern im Oberhagen ein. Dort kann man ihr Zirpen dann gut von der Straße aus hören. Auf dem Bild ist zu sehen, das es auch unter Vögeln Futterneid gibt. Nur dadurch sind für Bruchteile von Sekunden die Details ihres schönen Gefieders zu sehen.

Foto: Olaf Hohlfeld

Suttroper Kochbuch

Liebe Suttroper/innen,

die Dorfkonferenz Suttrop plant, ein Suttroper Kochbuch herauszubringen.

Wir laden Euch herzlich ein, mit uns gemeinsam eine Sammlung traditioneller Familienrezepte zu erstellen – erprobte Rezepte unserer Mütter, Großmütter, Großtanten (natürlich auch Väter, Großväter und Großonkels) und anderer Ahnen.

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