Um unsere Website fortlaufend zu verbessern, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Suttrop und die Kirche

johannes johannes2 treise

Eine der bedeutenden Stammpfarreien in unserem Raum war Altenrüthen. Von dort aus wurde die Pfarrei Kallenhardt errichtet, zu der ursprünglich auch Suttrop gehörte. Im 14. Jahrhundert wird im kurkölnischen Zinsregister eine Kapelle erwähnt, die man Suttrop zuschreiben könnte. Erbaut und unterhalten wurde vermutlich 1322 eine Kirche durch die adelige Familie von Lüerwald, deren Hof auf dem Plasskamp – wie beschrieben – eine Keimzelle der Entwicklung unseres Ortes war. Die von Lüerwalds und deren Nachfolger – zuletzt die Familie von Fürstenberg – erhielten auch das Patronatsrecht über die Kirche. Sie durften beispielsweise Geistliche auswählen oder entlassen.
Ab 1710 erbaute man unter dem Pfarrer Konrad Smeds ein neues Gotteshaus im barocken Stil. Der kompakte mittelalterliche Turm blieb jedoch zunächst erhalten. Später bekam die Kirche eine schöne barocke Inneneinrichtung. Besonders bemerkenswert sind die Apostelfiguren und die Strahlemadonna.
Im 19. Jahrhundert wuchs Suttrop beträchtlich – nicht zuletzt wegen der zunehmenden Industrialisierung. Daher wurde die Kirche im Jahre 1907 erweitert. Der alte Turm wurde abgerissen, und zwei Seitenkapellen sowie der neue Turm mit dem für unsere Gegend untypische Helm in Zwiebelform wurden neu angefügt.
Bei einer gründlichen Renovierung 1985/86 wurde der Innenraum bewusst so gestaltet, dass die verschiedenen Bauabschnitte und Ausmalungsstile deutlich erkennbar sind. Die Orgel – eine der wenigen noch erhaltenen spätromanischen Orchesterorgeln des Paderborner Meisters Franz Eggert – wurde im ursprünglichen Stil wieder hergestellt.
Für das Gemeindeleben in den LWL-Kliniken wurden drei Gotteshäuser errichtet: Die Elisabethkirche – erbaut im neuromanischen Stil– die Vinzenzkapelle und die Treisekapelle, die ursprünglich auf dem Gelände der Eisenhütte stand und u.a. als Bethaus für die Bergleute der Eisengrube Rom im Oberhagen diente.