Um unsere Website fortlaufend zu verbessern, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Suttrop als Wohnort

Um die Jahrhundertwende herum suchte die Provinz Westfalen einen Standort für eine neue psychiatrische Klinik. Es war ein Glücksfall, für Suttrop und Warstein, dass es dem Rendanten der Warsteiner Sparkasse, Franz Hegemann, gelang, die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen auf ein Grundstück in der Nähe des Bahnhofes zu richten, das alle Bedingungen erfüllte und somit unter 100 Bewerbungen den Zuschlag erhielt.

1903 errichten über 1000 Arbeiter eine riesige Baustelle, und schon im Jahre 1905 können die ersten Patienten einziehen. Zu recht steht das ganze Ensemble unter Denkmalschutz: Die sehr stilvollen und großzügig errichteten Gebäude wurden in eine ästhetisch gestaltete Parklandschaft eingebettet, die auch heute noch zum Verweilen einlädt.
Die Kliniken selbst boten nicht nur über 800 Arbeitsplätze sondern beeinflussten auch nachhaltig das wirtschaftliche, kulturelle und soziale Leben in Suttrop und Warstein.wkpp1 Die Geschichte der Kliniken war recht wechselvoll und immer auch mitgeprägt durch die jeweiligen Zeitumstände.
Zur Zeit unterliegen Teile des Gesundheitswesen einem tiefgreifenden Strukturwandel, der insbesondere unter dem Aspekt der zunehmenden ortsnahen Versorgung von Patienten für die Zukunft Fragen aufwirft. Die Klinik versucht, sich diesen veränderten Bedingungen zu stellen, indem sie sich beispielweise bei der ortsnaher Versorgung psychisch Kranker im Raum Arnsberg engagiert.
Gerade die teils auch mit Sorge angestellten Überlegungen zur Zukunft der Kliniken machen noch einmal nachdrücklich deutlich, wie sehr das heutige Suttrop als geschätzter Wohnort mit einem hohen Anteil an Menschen mit qualifizierten Dienstleistungsberufen durch diese Einrichtung mitgeprägt wurde.
Einen weiteren Entwicklungsimpuls bekam Suttrop in der Nachkriegszeit, als Menschen aus ganz Deutschland sich hier ansiedelten. Im Bereich des Ostfeldes siedelten sich u.a. zahlreiche Vertriebene aus dem schlesischen Dorf Wölfelsgrund an, das der heutigen Siedlung ihren Namen gab.